[UK-CAM-UL] Cambridge, University Library, Add. 1846
- Signatur
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- Cambridge, University Library, Add. 1846
- Titel
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- Samaritanischer Pentateuch
- Eigner
- Katalog
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- STEFAN C. REIF, Hebrew Manuscripts at Cambridge University Library: A Description and Introduction, Cambridge: University Press, 1997.
- ↳ wie in Hs.
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- תורה תמימה
- ↳ wie in Referenz
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- Samaritanischer Pentateuch
- תורה שומרונית
- ↳ Varianten
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- Samaritanische Tora
- Samaritan Torah
- Region
- Inhalt
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- Gen 1,28–Dtn 29,23; Dtn 31,9–33,1
- Vollständigkeit
- Sprache
- Schrift
- Gliederung / Faszikel
-
- Die Handschrift wurde von mindestens sechs verschiedenen Schreibern geschrieben.
Teil A+B (fol. 1–3)
Teil C (fol. 4–6)
Teil D (fol. 7–150; 152–223)
Teil E (fol. 151)
Teil F (fol. 224–226)
- Die Handschrift wurde von mindestens sechs verschiedenen Schreibern geschrieben.
- weitere Exemplare
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- Abschrift eines Teils der Handschrift: Ms. London, British Library, Or. 12270 (1864, 55 fol.)
- Editionen/Literatur
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- Editionen:
GALL, HPS, Apparathandschrift gotisch Q; SCHORCH, SP, Apparathandschrift C1;
Digitalisat in der Digital Library der University of Cambridge: http://cudl.lib.cam.ac.uk/view/MS-ADD-01846/1
Das Buch Exodus wurde 1864 von den Samaritanern abgeschrieben und als Lithographie zum Verkauf vervielfältigt; s. GOTTHEIL, “The Dating of Their Manuscripts”, S. 48. Angeregt hatte diese Reproduktion nach eigenen Angaben J. F. Kraus, wie er 1868 in einer Zeitschrift aus dem Umfeld der christlichen Judenmission berichtet; s. KRAUS, “The Most Ancient Manuscript in the World”, S. 50f.
Literatur:
STEFAN C. REIF, Hebrew Manuscripts at Cambridge University Library: A Description and Introduction, Cambridge: University Press, 1997; BEN OUTHWAITE, Online-Katalog der Cambridge University Library: <https://cudl.lib.cam.ac.uk/view/MS-ADD-01846/1>; J. F. KRAUS, “The Most Ancient Manuscript in the World”, in: The Scattered Nation: Past, Present and Future, Bd. 3, hrsg. von Carl Schwartz, London 1868, S. 49–51; GEORG ROSEN, „Alte Handschriften des samaritanischen Pentateuch“, in: ZDMG 18 (1864), S. 582–589; GALL, HPS, S. XXXII, LXXIX, LXXXIV–LXXXVII; LUIS-FERNANDO GIRÓN (BLANC), “La tradición samaritana del Pentateuco. Estado de las cuestiones, bibliografía y comparación estadística de dos manuscritos”, in: Sefarad 34/2 (1974), S. 396–399; LUIS-FERNANDO GIRÓN BLANC, Pentateuco hebreo-samaritano: Génesis: edición crítica sobre la base de manuscritos inéditos, Textos y estudios Cardenal Cisneros vol. 15 (Madrid: Consejo Superior de Investigaciones Científicas, [Instituto Arias Montano], 1976); CLAUDE REIGNIER CONDER, Tent Work in Palestine: A Record of Discovery and Adventure, London: R. Bentley & Son, 1878. S. 48, 52–54.
- Editionen:
- Externer Link
- Typ
- Formtyp
- Anzahl der Bände
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- 1
- Einband
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- schlichter neuzeitlicher dunkelbrauner Bibliothekseinband; auf dem Buchrücken in Goldprägung „Samaritan Pentateuch. Add. 1846.“
- ↳ Material
- ↳ Zustand
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- Die Textpassagen vor Gen 1,28 und nach Dtn 33,1 sind nicht erhalten. Beschädigungen
führen auf den fol. 1 und 7 sowie fast durchgängig am inneren oberen Rand des Buches
Deuteronomium zu Textausfällen. Der Kodex stammt von mindestens sechs verschiedenen
Händen, dabei wurden fol. 1r–3r (Teil A; Gen 1,28–7,5), fol. 3v–6v (Teile B und C;
Gen 7,6–11,13) sowie fol. 7–150 und 152–223 (Teil D; Gen 11,14–Num 8,17 und Num 9,14–Dtn
29,23) von jeweils einer anderen Hand geschrieben. Auf fol. 3v beginnt bereits eine
Schrift, die auf fol. 4r–6v fortgeführt wird, jedoch wird dort noch der auf fol. 1r–3r
angelegte Textspiegel verwendet, der sich dann ab fol. 4r ändert. Fol. 151 (Teil E;
Num 8,18–9,13) ist vermutlich im Zuge einer Rekonstruktion für diese Handschrift angefertigt
und nahtlos in den Text eingepaßt worden, während mit fol. 224–226 (Teil F; Dtn 31,9–33,1)
und fol. 227 (Teil G) offensichtlich Teile zweier anderer, bereits bestehender Handschriften
angefügt wurden. Bei fol. 227 handelt es sich um ein Blatt aus einer hebräisch-arabischen
Biglotte, das die Schlußformel und die Zählung der qiṣṣəm des fünften Buches in Arabisch
und Hebräisch enthält; spiegelverkehrt haben sich außerdem Teile der beiden Textspalten
der ehemals gegenüberliegenden Seite abgedruckt.
Auf fol. 32r hat sich am linken unteren Rand der Teil einer schräg zum Textspiegel geschriebenen Glosse erhalten, die offenbar einen Namen enthielt: יעקב [ ] עבד יה[ ]. Der Name יעקב wird im Text darüber zweimal als Patronym für Dina erwähnt.
Fol. 36v, 70r, 74r und 205r weisen arabische Glossen auf.
Mit Bleistift wurden von europäischer Hand am Ende einiger Verso- und am Anfang der darauf folgenden Recto-Seiten die jeweiligen Textstellen mit Kapitel- und Versangabe zugefügt. Diese Angaben sind unregelmäßig, aber an allen Lagenübergängen zu finden.
Auf das vordere Vorsatzblatt aufgeklebt wurde ein Zettel mit einer deutsch-englischen Notiz von J. F. Kraus, die am 16.8.1867 in London verfaßt wurde und in der er die radierten Stellen des Stiftungstexts nach Genesis transkribiert und ins Englische übersetzt hat.
Ein Hinweis vom 20.2.1896 wurde im vorderen Einbandspiegel wurde eingeklebt: “A full description of this will be found in the Amberg letter file s. v. Cowley (A).” Außerdem wird auf CONDER, Tent Work in Palestine (s. u.) verwiesen.
- Die Textpassagen vor Gen 1,28 und nach Dtn 33,1 sind nicht erhalten. Beschädigungen
führen auf den fol. 1 und 7 sowie fast durchgängig am inneren oberen Rand des Buches
Deuteronomium zu Textausfällen. Der Kodex stammt von mindestens sechs verschiedenen
Händen, dabei wurden fol. 1r–3r (Teil A; Gen 1,28–7,5), fol. 3v–6v (Teile B und C;
Gen 7,6–11,13) sowie fol. 7–150 und 152–223 (Teil D; Gen 11,14–Num 8,17 und Num 9,14–Dtn
29,23) von jeweils einer anderen Hand geschrieben. Auf fol. 3v beginnt bereits eine
Schrift, die auf fol. 4r–6v fortgeführt wird, jedoch wird dort noch der auf fol. 1r–3r
angelegte Textspiegel verwendet, der sich dann ab fol. 4r ändert. Fol. 151 (Teil E;
Num 8,18–9,13) ist vermutlich im Zuge einer Rekonstruktion für diese Handschrift angefertigt
und nahtlos in den Text eingepaßt worden, während mit fol. 224–226 (Teil F; Dtn 31,9–33,1)
und fol. 227 (Teil G) offensichtlich Teile zweier anderer, bereits bestehender Handschriften
angefügt wurden. Bei fol. 227 handelt es sich um ein Blatt aus einer hebräisch-arabischen
Biglotte, das die Schlußformel und die Zählung der qiṣṣəm des fünften Buches in Arabisch
und Hebräisch enthält; spiegelverkehrt haben sich außerdem Teile der beiden Textspalten
der ehemals gegenüberliegenden Seite abgedruckt.
- Blattzahl
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- 227 fol.
- Blattformat
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- 21,0 cm x 27,0 cm (B x H)
- Lagen
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- 22 Quinternien; davor 6 fol., danach 4 fol., jeweils unterschiedlicher Herkunft. Die Recto-Seiten wurden mit Bleistift jeweils mit einem Buchstaben und einer Zahl versehen. Offenbar handelt es sich bei dem Buchstaben um die Lagensignatur, die fortlaufend durchnumeriert wird. Teil A–C (fol. 1–6) werden dabei als a2 bis a7 bezeichnet; Teil D und E werden von b bis z (unter Auslassung von j, v und w) jeweils von 1 bis 10 durchgezählt; Teil F trägt die Zählung aa1 bis aa3. Der Hauptteil der Handschrift (Teil D) besteht somit aus regelmäßigen Quinternien.
- Zeilenzahl
-
- Teil A+B (fol. 1–3): 39–40
Teil C (fol. 4–6): 31–32
Teil D (fol. 7–150; 152–223): 27–29
Teil E (fol. 151): 24–25
Teil F (fol. 224–226): 26–30
Teil G (fol. 227): kein regulärer Text enthalten
- Teil A+B (fol. 1–3): 39–40
- Spaltenzahl
-
- fol. 1–226: 1 (Hebräisch); fol. 227: 2 (Hebräisch, Arabisch)
- Kustoden
- ↳ Duktus
- ↳ Tinte
- Datum
- ↳ Abschrift
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- frühes 12. Jh.
- Provenienz
-
- 1895
- Käufer:in: Cambridge University Library
- Link zu Manuskriptvermerken
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- Cambridge, University Library, Add. 1846 / 01 Ende Dtn heb (Buchende)
- Cambridge, University Library, Add. 1846 / 02 Ende Dtn ar (Buchende)
- Cambridge, University Library, Add. 1846 / 03 Besitz Num (Besitzereintrag)
- Cambridge, University Library, Add. 1846 / 04 Kauf Ex (Verkäufereintrag)
- Cambridge, University Library, Add. 1846 / 05 Notiz Lev (Verschiedenes)
- Cambridge, University Library, Add. 1846 / 06 Stiftung (Stiftungseintrag)
- Cambridge, University Library, Add. 1846 / 07 Notiz Ex (Verschiedenes)
- Cambridge, University Library, Add. 1846 / 08 Notiz Num (Verschiedenes)
- Eigner
- Projekt
- Signatur
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- Cambridge, University Library, Add. 1846
- ↳ alternativ
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- Anderer Nachweis : The Burnt Codex; Codex Zurbil; The fire-tried manuscript
- Bearbeiter
-
- Evelyn Burkhardt
- Bearbeitungsstatus
-
- fertig
- Statische URL
- https://mymssportal.dl.uni-leipzig.de/receive/GBUKCUBook_manuscript_00000001
- MyCoRe ID
- GBUKCUBook_manuscript_00000001 (XML-Ansicht)
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- Lizenz Metadata
- CC BY-NC 4.0
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